Untersaaten

Quelle: E. Techow (LK Schleswig-Holstein)

Untersaaten im Getreide als Zwischenfrucht, Blühmischung und nachwachsender Rohstoff für die Biogasproduktion?

 

Beschreibung des Vorhabens:

Der Anbau von Kofermenten als Rohstoff für die Biogasproduktion verzeichnet in Schleswig- Holstein, wie im gesamten Bundesgebiet, eine starke Ausdehnung. Aufgrund ökonomischer (Leistungsniveau), aber auch zunehmend ökologischer Probleme (Biodiversität), wird man über den Umfang des Maisanbaues in diesem Landschaftsraum nachdenken müssen, da die Nachhaltigkeit insbesondere aufgrund von Bodenfruchtbarkeitsproblemen auch von der landwirtschaftlichen Praxis in Frage gestellt wird.

In landesweit angelegten Versuchen durch die Christian-Albecht-Universität Kiel und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wird intensiv nach alternativen Kulturen gesucht. Im Biogas-Expert-Projekt (Standort Marsch) und in Versuchen auf dem Versuchsfeld Sönke- Nissen-Koog der Landwirtschaftskammer zeigt sich dabei deutlich, dass auf dem Standort Marsch Getreide-GPS und Gras Alternativen sein können. Im Vergleich zum herkömmlichen Getreideanbau erfolgt die GPS-Ernte (Ganzpflanzensilage) in Nordfriesland Mitte Juli, also ca. 3 Wochen früher als die Körnerernte (Drusch).

Insbesondere aus Sicht des Bodenschutzes gilt es für eine Bodenbedeckung zu sorgen. Dass Gräser und Gras- Leguminosen-Gemische als Zwischenfrucht dabei nicht unerhebliche Erträge von Koferment für die Biogasproduktion liefern, zeigen die bislang durchgeführten Versuche. Inwieweit es möglich ist, diese Kulturen bereits als Untersaaten in den Getreidebeständen zu etablieren, ist in der Praxis wenig bekannt.

Projektziele /-ergebnis:

Die pflanzenbaulichen, ökologischen und betriebswirtschaftlichen Ziele des Anbaues Gräsermischungen mit bzw. ohne Leguminosen als Untersaat im Vergleich zur Blanksaat bestehen in:

-  der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit,

-  der Verbesserung der Kulturartendiversität,

-  der biologischen Unkraut- und Schädlingsregulierung,

-  dem Boden- und Grundwasserschutz -  der Futter- bzw. Substraterzeugung und

-  der öffentlichen Präsentation neuer pflanzenbaulicher Lösungen.

Neben der Ertragsleistung und der N-Effizienz der Bestände sind phänologische Daten der Bestandsentwicklung in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Ansaatmischungen von entscheidender Bedeutung. Da es sich bei den angesäten Arten um winterharte Kulturen handelt, soll eine Herbstbonitur der Bestände zeigen, ob eine Nutzung in der folgenden Vegetation noch sinnvoll sein kann.

Projektbeteiligte:

- Berufliche Schule des Kreises Nordfriesland in Husum

- Außenstelle: Fachschule für Landwirtschaft (Bredstedt)

Projektbeschreibung Untersaaten.pdf

Feldtag vom 07.10.2014

rege Beteiligung zum Feldtag am 07.10.2014

Feldtag "Zwischenfruchtgemenge und Blühmischungen"

Am: Dienstag, den 7. Okt.2014

Ort: auf der Versuchsfläche im Elisabeth-Sophien-Koog, Nordstrand, Neuerweg   Biogasproduktion in Nordfriesland Zwischenfruchtgemenge und Blühmischungen und Untersaaten in Getreide-GPS

Programm 

9.30 Uhr

Begrüßung und Einführung 

Vorstellung der Versuchsanlagen Zwischenfruchtmischungen und Untersaaten Einbezug der Mischerfirmen  

Gezeigt werden 16 Mischungen aus Getreide, Gras, Leguminosen und Blühpflanzen und Untersaaten mit dem Ziel nach frühräumender Hauptfrucht zusätzlich Biomasse zu produzieren, die Bodenstruktur zu verbessern und/oder die   Artenvielfalt zu erhöhen.  

10.45 Uhr          

Weiterfahrt zum Betrieb K.-V Meyer

Anbau von Kofermenten und Zwischenfrüchte in der Marsch

In einem Kurzvortrag werden Ergebnisse aus dem Projekt „Biogas-Expert“, Standort Marsch und weiteren Ergebnisse der LK`s zur Biomasseproduktion unter Einbezug von Zwischenfrüchten vorgestellt.         

Betriebsvorstellung mit dem Schwerpunkt Biomasseproduktion 

Ende der Veranstaltung ca. 12.30 Uhr 

Lageplan sehen Sie bitte hier:

Weiter Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier:

Ansprechpartner

Dipl.-Ing., M. Eng. Simon Rietz

AktivRegion Nordfriesland Nord

Marktstraße 12, 25899 Niebüll

Telefon 0 46 61 / 601 - 340

Telefax 0 46 61 / 601 - 151

E-Mail: s.rietz@aktivregion-nf-nord.de 

www.aktivregion-nf-nord.de

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